T121 – „Die“ Insel

Als wir die Küste Südenglands erreichen ist es noch dunkel, mehr die Sehnsucht als der Blick nach draussen lassen mich die weissen Kreidefelsen an der Küste erahnen, als uns die Fähre nach einer ungemütlichen Überfahrt gegen 04:00 Uhr im Hafen von Portsmouth ausspuckt. Welcome to England!

Wenn es um’s früh aufstehen geht, bin ich wie Garfield. Aber wenn ich schonmal auf den Beinen bin, will ich auch die frühe Stunde für ein paar Bilder nutzen. Walter schaut mich ungläubig an und ist leider gar nicht begeistert, verständlich. Dennoch machen wir eine erste kurze Wanderung entlang der Küste. Um 04:58 Uhr 😀

Die kommenden Tage verbringen wir im Gebiet zwischen Dover und Brighton. Ein Ausflug in die kreative Stadt (Brighton) bringt ein wenig Abwechslung für die Augen und den Magen, inklusive meinem allerersten ganzen Bier in meinem Leben; kein Scherz! Anscheinend schmeckt mir nur englisches Bier.. Für Walter gibt’s nach einem dicken Burger ein Glas voll Marshmallow-Schokolade-Zuckerschock. 😀 Abwechslung zum Camper-Alltag.

Das Campen ist hier (trotz Hochsommer) deutlich nasser, kälter und windiger. Aber gleichzeitig unkompliziert und gesellig. Wir kommen mitten in der Nacht an, suchen uns einen Platz auf dem offenem Feld und zahlen pro Nacht 14 Pfund. Es herrscht freie Platzwahl ohne jegliche Vorgaben und dennoch wird niemand verparkt oder gestört. So geht’s auch!**

 

**Campen in Deutschland:
Ankunft 21:55 Uhr auf einem dt. Campingplatz: 20 Minuten warten, um vom Nachtportier bedient zu werden. Wir dürfen NICHT auf den Platz (nur erlaubt bis 22:00 Uhr und wegen dem langen Warten ist es ja nun 22:15 Uhr…) sondern müssen am Nachtparkplatz (=normaler PP) übernachten und erst am nächsten Tag dürfen wir den Bus am Campingplatz abstellen. Toiletten gibt’s auf dem Nachtparkplatz keine. Preis: € 45 (!!!!) Wir sind wieder gefahren. Parkplätze gibt’s woanders auch. Gratis.