Segeln hat mich von dem Augenblick an begeistert, als wir das erste Mal die Segel setzten und der Wind das Boot mit Schräglage durchs Wasser trug. Aber ein Moment ist mir nachhaltig in Erinnerung geblieben; und das bereits am ersten Segeltag. Es war, als wir Mallorca hinter uns gelassen hatten und nach vorne blickten, um Menorca zu erreichen:
Blau. Nur Blau. Rundherum. Kein Land in Sicht. Freiheit. Das Gefühl einer Freiheit wie ich sie bisher nicht kannte.
Ich weiß, für viele Menschen ist das ein Augenblick der Unsicherheit, wenn sie kein Land mehr sehen. Für mich aber ist es ein Moment in dem ich Altes hinter mir lasse und auf neues, unbekanntes Terrain zugehe. Für mich tut sich ein „Alles ist möglich“ auf.
Beim Segeln wurde mir noch deutlicher bewusst, mit wie wenig man glücklich sein kann, was man alles NICHT braucht und vor allen Dingen wieviele Nachrichten und Ereignisse für mich nur mehr geringe Bedeutung haben.
Ich fühle mich frei und unabhängig und gleichzeitig in Erwartung darauf, was die Zukunft am Horizont für mich bereithält.