Von 165 qum Wohnfläche mit 1600 qum Grundstücksfläche in einen VW Multivan einzuziehen, da nimmt man sich schon was vor.
Wir campen grade zum ersten Mal, der Multivan ist alles in einem: Küche (inkl Kühlschrank), Bett (bis 1.90m), Schrank (für Klamotten, Kamerazeug, Papier, Werkzeug, Bücher, Badesachen, etc.), und eben auch Auto. Walter und ich trinken aus einem Becher, den zweiten haben wir vergessen. Fehlt aber nicht, im Gegenteil: weniger für den Abwasch. Wir trinken daraus Wasser, Wein, Kaffee… Da fällt mir ein Gedanke ein, den ich bereits beim Umzug hatte:
Als ich im März unsere schönen, bauchigen, dünnwandigen Rotweingläser in viele Lagen Plastik hülle, damit sie den Transport gut überstehen frage ich mich, ob ich völlig aus den Augen verloren hab, was wichtig ist. Diese Gläser – ich trinke übrigens gar keinen Rotwein – besitze ich nur für den Fall, dass hoher Besuch kommt. Ich selbst würde daraus nicht trinken, sind mir viel zu schade und zu kompliziert beim Abwasch. Echt jetzt? Ich habe Gläser nur für wichtige Besucher? Repräsentativ-Gläser? Wie ist das passiert? Meine wirklich guten Freunde trinken Wein mit mir aus allen Gläsern. Denen ist doch das Glas egal, die kommen wegen mir und Walter…
Schon lange ist mir klar: Zeug macht nicht glücklich, Erlebnisse schon. Von dem einen haben wir viel zu viel, vom anderen noch nicht genug. Daher haben wir via Flohmarkt, Flüchtlingsheime, Onlineplattformen, etc. sehr viele Dinge verschenkt, gespendet oder verkauft. Nichts davon fehlt uns.