Juli 2016: Unser superkuscheliges Schneckenhaus ist wieder „back on the road“ nach einer kleinen Odyssee von einer Woche. Endlich können wir wieder im Auto schlafen und unseren Bio-Kühlschrank reaktivieren. Keine nach Desinfektionsmittel duftenden Hotelzimmer oder mit Ameisengift verseuchten Unterkünfte mehr.
Weiter geht es mit der Fähre. Unser Bus steht eingepfercht zwischen den Lastwägen während wir die geschickten Fahrer beim Einparken dieser Riesen beobachten. Es geht nach Valencia. Eine kreative Stadt, die sich wunderbar mit den Rädern erkunden lässt (Video 😉 ) und viel zu bieten hat. Dennoch bleibt Barcelona meine persönliche Nr. 1.
Nach wenigen Tagen machen wir einen längeren Schlag bis zu den Pyrenäen. Hier können wir endlich wieder Wasser aus der Leitung trinken und – ich schwöre – so gutes Wasser wie hier habe ich noch nie getrunken! Morgens ein Bad im Fluss, dann ein Ausflug in die Berge, abends mit der Sonne schlafen gehen.
Wir beschliessen, einen „Abstecher“ nach Grenoble zu machen, um mein Schwesterherz zu ihrem Geburtstag zu besuchen. Wir feiern, fahren Rad, probieren Tai Chi, picknicken im Park und planen die weitere Route. Das Abfahren von hier fällt mir immer schwer.
Auf dem Weg Richtung Norden sehen wir viele neue Orte, doch das Reisen hat sich verändert. Wir haben immer stärkere Sehnsucht nach dem Meer und möchten endlich den Horizont wieder sehen. Mehr Blau, weniger Grün! So beschliessen wir kurzer Hand das Festland zu verlassen und entlang einer der schönsten Küsten weiterzureisen: auf nach Südengland!