T86 – Verboten!

Zwei Wochen lang waren wir segeln. Ein neues, kleines, wunderschönes, blaues Universum hat sich uns aufgetan! Doch nur zwei Schritte über die Gangway verwandelten uns heute von Abenteurern auf See 😉 wieder zu Landratten. Der Trennungsschmerz ist gross und wir wollen uns nicht so recht damit abfinden.

Die erste Nacht verbringen wir mit dem Mulitvan in der Marina. Wir kommen spät und verlassen den Hafen früh, um nicht entdeckt zu werden. In den letzten 14 Tagen lebten wir inmitten der Natur, sind mit dem Schaukeln der Wellen eingeschlafen, wurden oft von den allerersten Sonnenstrahlen geweckt und der Wind brachte uns von einer Bucht in die nächste.

Wir haben jetzt schon Heimweh nach dem Meer und wollen auch in den kommenden Tagen so nahe an der Natur bleiben, wie es nur geht. Die zweitbeste Möglichkeit dies zu tun ist klar: wild campen.

Das geht nicht! Das ist verboten! Was ist wenn…? Einer Idee folgen oft viele Gründe, warum sie nicht umgesetzt werden kann. Das erspart eventuell Arbeit, Risiko und Hirnschmalz, aber vor allem Spass! Also wollen wir es wagen. Die Insel bietet genügend Möglichkeiten, um uns jeden Abend eine wunderbare Sicht auf das geliebte Blau und ein morgendliches Bad in demselbigen zu ermöglichen. Ich und GoogleMaps sind dicke Freunde geworden 😀

Wir erleben die Insel nochmal ganz neu. Esel, Pferde, Schweine, Ziegen und andere Tiere kreuzen unseren Weg. Die Strände sind morgens menschenleer. Dank Solaranlage, Gasherd, Kühlschrank und Bett sind wir komplett autark und geniessen die gratis 1-A-Lagen mit Meerblick und Sonnenaufgang. Bis unser Multivan uns aus dem Vagabundendasein auf den Boden der Tatsachen zurück holt. Aber das ist eine andere Geschichte.