Unser erster Weg führt uns nach Grenoble zu meiner Schwester Sabine. Es ist ein behutsamer Start in das Reiseabenteuer. Bei Schwesterherz untergekommen, aber weg vom „alten“ Leben. Ausschlafen. Den Geist nachkommen lassen.
Mus (= ihr Spitzname aus Studienzeiten) ist nicht nur Physikerin, supersportlich, blitzgescheit und mein Vorbild in vielen Dingen, sondern auch eine erfahrene Camperin. Da es Walters erstes Mal ist (campen) und ich die kleine Schwester bin, checkt Sabine nochmal durch, ob wir auch wirklich gut gerüstet sind. Der Gaskocher wird eingeweiht, sie gibt einige Tips und bessert unsere Radausrüstung um ein paar wichtige Dinge auf (funktionierende Luftpumpe, Radwerkzeug, Fahrradschlauch, Fahrradtasche, etc.). Als sie das mobile Solarpanel sieht befindet sie uns insgeheim sicher für „overequipped“ und ich schätze sie hat recht. 😀
Gemeinsam probieren wir die neuen, gebrauchten E-Bikes aus, doch trotz elektronischer Unterstützung hängt Mus uns beim Wettrennen locker ab. Wir lachen viel beim 80-er-Jahre-Songs-raten (wobei Walter natürlich haushoch gewinnt) und begutachten ein paar Wohnungen, die Mus ins Auge gefasst hat. Es ist ein behutsamer Start in das Reiseabenteuer. Bei Schwesterherz untergekommen, aber doch weg vom „alten“ Leben. Ausschlafen. Den Geist nachkommen lassen.
Es fällt mir schwer, von hier wegzufahren, wie immer weiss ich nicht, wann wir uns das nächste Mal sehen werden. Mus fliegt beruflich sehr viel herum, in nächster Zeit stehen bei Ihr Kalifornien und Vietnam, sowie ein paar Stationen in Europa auf dem Programm. Zwei Tage bevor ihr Flug nach CA geht (T07), brechen wir auf und haben ein paar Ausflugstips von Mus im Gepäck. Nun sind wir offiziell gestartet!